Inselkirche Juist

Juister Erntedankfest

 

Auf Juist ist vieles anders, auch der Erntedankfesttermin. Bereits am ersten Septemberwochenende stieg auf der Insel das große ökumenische Gemeindefest.

Eröffnet wurde es am Samstag mit „Juist klingt“ – einem Mitmachkonzert  in der ev. Inselkirche. Kirchenbläser, Insel- und Gästekantorei, Solistinnen und Ensembles trugen zu einem bunten Programm bei. Auch die Besucherinnen und Besucher begeisterte Kantor Reiß zum Mitsingen. Mit einem bunten und fröhlichen ökumenischen Festgottesdienst  begann der Sonntag, es ging ums Geben und Nehmen, Danken und Teilen. Kinder und Jugendliche trugen zu einem gesungenen Erntepsalm Erntegaben zum Altar.

Im Anschluss fand auf der Wilhelmstraße ein ebenso buntes und fröhliches Straßenfest statt. Zunächst gab es diverse kulinarische Spezialitäten: Inselarzt Dr. Okot-Opiro hatte einen Eintopf  nach ugandischen Rezept  gekocht, es gab außerdem Kartoffelsuppe und  die Feuerwehr sorgte für leckere Bratwurst, Kirchenvorsteher für Waffeln. Mit dem Seeferienheim hat sich inzwischen eine hervorragende Zusammenarbeit  entwickelt, die Mitarbeiterinnen betreuen seit vielen Jahren die Tee- und Kaffeetafel, für die von vielen Insulanerinnen und Insulanern selbstgebackene Kuchen und Torten gestiftet wurden. Natürlich war auch der Weltladen geöffnet. Eine besondere Inselspezialität sind die „Juister Wattwürmer“, kleine und größere Figuren aus Holzperlen, mit Pudelmütze oder Puschelhaaren, als Schlüsselanhänger, Anstecknadel oder Lesezeichen. Großes Interesse weckte der Infostand von Kirchenvorsteher Dirk Weeken, dort gab es Material über die Wiedereintrittsstelle, den Förderkreis ev. Inselkirche sowie über die verschiedenen Aktivitäten der Gemeinde.  Auch der neuen Juister Adventskalender war dort schon zu haben.

Am Nachmittag trugen verschiedene  Juister Gruppen zum Gelingen des Festes bei, das Duo „Inselwind“ musizierte im Terrassensaal, die Trommelgruppe „Juist drums“  auf der Straße, wo auch die Trachtengruppe des Heimatvereins „die Hupfdohlen“ ihre Tänze zeigten, im Pfarrgarten hatte der Juister Shantychor seinen Auftritt. Jugendliche hatten viel Spaß mit Riesenspielen, die sie für Kinder anboten, und  selbst hergestellter Zuckerwatte. Große Anziehungskraft übten auch die Trödelstände, Bastelarbeiten der katholischen Kirche und der traditionelle Marmeladen- und Sockenstand.

Außer einigen wenigen Regentropfen gegen Mittag fand das Fest bei strahlendem Sonnenschein statt. Ordentlich ins Schwitzen gerieten darum die Läuferinnen und Läufer beim Sponsorenlauf, 30 Minuten lang liefen die Teilnehmenden auf einer ca. 800 m langen Strecke um die ev. Inselkirche, mancher  Sponsor musste recht tief in die Tasche greifen. Offiziell wurde das Juister Erntedankfest mit einer Schlussandacht in der kath. Kirche beendet, Allerdings trafen sich viele Beteiligte im Anschluss im ev. Pfarrgarten, dort wurde bis spät in die Nacht weiter gefeiert, gesungen und Reste verzehrt.

Der Erlös (der z.Zt. noch nicht feststeht)  wird in diesem Jahr bestimmt sein für die Naume-Kinderstiftung, den Jugendraum und die Erneuerung der Kirchhofmauer.