© spanische Hyazinthen, Foto: E. Tobaben

Erntedankfest

Das diesjährige Erntedankfest

Lange Jahre war das traditionell ökumenisch gefeiererte Juister ERntedankfest auf den September vorgezogen. "Denn", so hieß es immer, "unsere Ernte sind unsere Gäste und mit denen wollen wir das auch feiern." Früher war die Saison Mitte September spätestens zu Ende, und das Wetter im Oktober oft zu grau und wenig einladend für ein Straßenfest.

Nun haben sich sowohl das Ferienverhalten unserer Gäste, als auch das Klima gewandelt: Die Feriengäste kommen fast das ganze Jahr über, und das Klima beschert uns zunehmend sonnige, milde Oktobertage.

Grund genug also, das Juister Erntedankfest dahin zu legen, wo es vom REst des LAndes auch gefeiert wird, auf den 2. Oktober.

Beginnen wollen wir unsere Feierlichkeiten am 01. Oktober um 18:10 Uhr (nach dem Sonntagsgeläut)  mit einem "Juist klingt", dem Juister Mitmachkonzert für Insulaner und Gäste.

Am Sonntag feiern wir um 10:30 Uhr einen Dankgottesdienst bei schönem Wetter auf dem Janusplatz und bei Regen in der ev. Kirche. Im Anschluß sind alle herzlich zu Gesprächen, Essen und Trinken, Spiel und Spaß eingeladen.

Der reichlich geschmückte Altar beim diesjährigen Gottesdienst

Quelle: Günther Schneider

Rückblick Erntedank 21

 „Gebt reichlich!“ stand über dem diesjährigen Erntedankfest.
Wie gewohnt wurde es wieder im September gefeiert. Und der 19. machte an diesem Tag dem Motto alle Ehre, denn es gaben wirklich alle reichlich. Nicht nur das Wetter gab alles und die vielen ehrenamtlichen helfenden Hände, so dass bei strahlendem Sonnenschein und wunderschön geschmückten Altar auf dem Janusplatz zwischen den beiden Inselkirchen gefeiert werden konnte. Auch beim ökumenischen Gottesdienst, mit dem traditionell das Fest eröffnet und die Hauptsaison beendet wird, wirkten von Minikonfis über Praktikantin bis hin zu hauptamtlichen Musiker und Geistlichen mit. „Wer im Segen sät, wird auch im Segen ernten.“ Ja, das wurde so auf diese Weise gleich in mehrerer Hinsicht in die Tat umgesetzt. Hinterher waren viele strahlende und dankbare Gesichter zu sehen. Als Gabe an die BesucherInnen gab es Sonnenblumensamen für Zuhause oder zum Weiterschenken. Und auch bei der Kollekte wurde reichlich gegeben: 1530 Euro kamen zusammen für die Flutopferhilfe im Ahrtal. Die Einnahmen von der Versteigerung des diesjährigen Originalbildes zum Adventskalender von der Juisterin Renate Nieter kamen ebenfalls diesem Zweck zugute. Nach dem Gottesdienst blieben viele noch im Januspark zusammen zu netten Gesprächen. Für das leibliche Wohl hatten wieder die Feuerwehr und die CDU-Frauen gesorgt. Der Inselkantor lud zum offenen Singen mit Liedern zu bekannten Melodien aber neuen inseltypischen Texten ein und animierte mit seinem Akkordeon dazu, dabei alles zu geben. Damit klang das Fest gegen 14 Uhr allmählich aus.
Alles von Gott reichlich gesegnet.

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n.T.
Auf Juist ist vieles anders, auch der Erntedankfest-Termin. Bereits am ersten Septemberwochenende stieg auf der Insel das große ökumenische Gemeindefest.
Eröffnet wurde es am Samstag mit „Juist klingt“ – einem Mitmachkonzert in der ev. Inselkirche. Kirchenbläser, Insel- und Gästekantorei, Solistinnen und Ensembles trugen zu einem bunten Programm bei. Auch die Besucherinnen und Besucher begeisterte Kantor Reiß zum Mitsingen. Mit einem bunten und fröhlichen ökumenischen Festgottesdienst begann der Sonntag, es ging ums Geben und Nehmen, Danken und Teilen. Kinder und Jugendliche trugen zu einem gesungenen Erntepsalm Erntegaben zum Altar.

Im Anschluss fand auf der Wilhelmstraße ein ebenso buntes und fröhliches Straßenfest statt. Zunächst gab es diverse kulinarische Spezialitäten: Inselarzt Dr. Okot-Opiro hatte einen Eintopf nach ugandischen Rezept gekocht, es gab außerdem Kartoffelsuppe und die Feuerwehr sorgte für leckere Bratwurst, Kirchenvorsteher für Waffeln. Mit dem Seeferienheim hat sich inzwischen eine hervorragende Zusammenarbeit entwickelt, die Mitarbeiterinnen betreuen seit vielen Jahren die Tee- und Kaffeetafel, für die von vielen Insulanerinnen und Insulanern selbstgebackene Kuchen und Torten gestiftet wurden. Natürlich war auch der Weltladen geöffnet. Eine besondere Inselspezialität sind die „Juister Wattwürmer“, kleine und größere Figuren aus Holzperlen, mit Pudelmütze oder Puschelhaaren, als Schlüsselanhänger, Anstecknadel oder Lesezeichen. Großes Interesse weckte der Infostand von Kirchenvorsteher Dirk Weeken, dort gab es Material über die Wiedereintrittsstelle, den Förderkreis ev. Inselkirche sowie über die verschiedenen Aktivitäten der Gemeinde. Auch der neuen Juister Adventskalender war dort schon zu haben.

Am Nachmittag trugen verschiedene Juister Gruppen zum Gelingen des Festes bei, das Duo „Inselwind“ musizierte im Terrassensaal, die Trommelgruppe „Juist drums“ auf der Straße, wo auch die Trachtengruppe des Heimatvereins „die Hupfdohlen“ ihre Tänze zeigten, im Pfarrgarten hatte der Juister Shantychor seinen Auftritt. Jugendliche hatten viel Spaß mit Riesenspielen, die sie für Kinder anboten, und selbst hergestellter Zuckerwatte. Große Anziehungskraft übten auch die Trödelstände, Bastelarbeiten der katholischen Kirche und der traditionelle Marmeladen- und Sockenstand.

Außer einigen wenigen Regentropfen gegen Mittag fand das Fest bei strahlendem Sonnenschein statt. Ordentlich ins Schwitzen gerieten darum die Läuferinnen und Läufer beim Sponsorenlauf, 30 Minuten lang liefen die Teilnehmenden auf einer ca. 800 m langen Strecke um die ev. Inselkirche, mancher Sponsor musste recht tief in die Tasche greifen. Offiziell wurde das Juister Erntedankfest mit einer Schlussandacht in der kath. Kirche beendet, Allerdings trafen sich viele Beteiligte im Anschluss im ev. Pfarrgarten, dort wurde bis spät in die Nacht weiter gefeiert, gesungen und Reste verzehrt.

Der Erlös (der z.Zt. noch nicht feststeht) wird in diesem Jahr bestimmt sein für die Naume-Kinderstiftung, den Jugendraum und die Erneuerung der Kirchhofmauer.